Zürcher Ranking Wahnsinn - Wenn Blick.ch die Fasnacht nicht versteht
Warum die aktuelle Leserumfrage zur besten Clique ein Schuss ins eigene Bein ist.

Man merkt es sofort. Die Redaktion sitzt an der Limmat. Dort, wo man Erfolg gerne in Tabellen presst und Traditionen wie eine Casting-Show behandelt. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Blick ernsthaft versucht, die Basler Fasnacht 2026 mit einem plumpen Beliebtheits-Ranking abzuspeisen.
Ein klassisches Eigentor
In einem aktuellen Bericht ruft das Blatt dazu auf, die «beste» Clique zu wählen. Was in Zürich beim Sechseläuten vielleicht als hippe Umfrage durchgeht, sorgt bei uns in Basel für kollektives Kopfschütteln. Wer die Fasnacht zur Casting-Show degradiert, hat das Ganze wohl nie im Herzen gespürt.
Basel vs. Zürich: Kleiner Nachhilfeunterricht
In Zürich braucht man für alles eine Rangliste, damit man weiss, wer oben schwingt. Aber bei uns? Jede Clique, jeder Wagen und jede Gugge investiert Monate an Herzblut in Larven und Sujets. Da braucht es keinen Reporter, der Basel wahrscheinlich nur vom Umsteigen am Bahnhof SBB kennt, um uns zu sagen, wer hier «regiert».
Die Quittung gab es prompt in den Kommentaren: Die Basler lassen sich nicht spalten. Wir stehen zusammen – egal ob wir pfeifen, trommeln oder als Waggis die Räppli verteilen. Wer die beste Clique sucht, findet sie nicht in einem Online-Voting, sondern morgens um vier in den Gassen. Gänsehaut ist schlicht nicht votebar.
FAZIT: Liebe Zürcher Redaktion, behaltet eure Rankings für eure Aktienkurse. Die Basler Fasnacht gehört allen.